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Zum Ende der Seite springen Wieso kann Don Rosa nicht zeichnen??
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Hannoveraner94
Küken

Dabei seit: 03.03.2017
Beiträge: 6

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Ich will dieses Thema mal hochholen, weil nach mittlerweile über 10 Jahren seit dem letzten Rosa-Comic seine Geschichten weiterhin populär wie eh und je sind. Und nach wie vor wird kritisiert.
Ich will jetzt auch keine Lanze für Dons Zeichenstil brechen. Allerdings finde ich es etwas unfair, wenn man Carl Barks' Stil mit Rosas vergleicht. Denn eines wird meines Erachtens komplett ausgeblendet: Carl Barks war auch in der Produktion von Zeichentrickfilmen tätig. Das ist ein unschätzbarer Vorteil, weil man dadurch sehr viel über Proportionen, Bewegung, Dynamik und weitere Grundlagen lernt. Rosa als "Amateur" kann dieses Wissen gar nicht haben.
Warum ist er dann so erfolgreich? Ich denke, dass das an der Atmosphäre seiner Geschichten liegt. Ich bin ehrlich, mich würden die Duck-Comics heutzutage wohl nicht mehr sonderlich interessieren, gäbe es Don Rosa nicht. Das liegt einfach daran, dass ich bei Rosa als einzigem aktuellen Künstler das Gefühl habe, dass das Menschen in Entengestalt sind und dass er nicht vor komplexen Handlungssträngen und zähen Themen zurückschreckt. Allein für den Ausbau der Beziehung von Nelly und Dagobert bin ich ihm unendlich dankbar, weil er die Tragik dieser Beziehung wie kein anderer einfängt und in Geschichten rüberzubringen weiß. Ich kann mir jedenfalls keinen aktuellen Künstler vorstellen, der sich an sowas wie "Die Gefangene am White Agony Creek" in dieser Form herangetraut hätte, einfach weil dieses Thema so viele Fettnäpfchen bereithält. Zum einen, weil die meisten Künstler gar nicht als Barks-Nachfolger gesehen werden wollen, sondern ihr eigenes Profil entwickeln möchten, zum Anderen, weil man in diesen Geschichten sehr durch die Barks'schen Fakten eingeschränkt ist und relativ wenig erzählerische Freiheit genießt. Darüber hinaus ist die Zielgruppe ebenfalls nicht ganz einfach. Der junge MMM-Leser versteht den Hintergrund der Geschichte nicht, und der besonders harschen Kritik der kundigen Duck-Leserschaft kann man sich auch garantiert sicher sein. Gerade der Underground-Charakter und der Mut, sich auch die zäheren Stoffe zu nehmen, macht denke ich den Reiz aus.
Besonders peinlich finde ich es dann, wenn sich Zeichnerkollegen sehr persönliche Kritik äußern. Für den Erfolg oder Nichterfolg eines Künstlers sind nun mal die Leser verantwortlich. Am allerwenigsten kann Don Rosa etwas dafür, dass er offensichtlich mehr Leute bewegt als z. B. ein Daan Jippes. Dementsprechend finde ich solche Lästereien sehr peinlich.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Hannoveraner94: 06.03.2017 22:26.

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