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Ich habe mir das Buch "Do it yourself" gekauft. Auf deutsch ungefähr: "Selbst ist der Mann"! Aber es muß heute ja englisch sein.
zitiert aus »Selbst ist der Mann«, übersetzt von Dr. Erika Fuchs
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David Bühring David Bühring ist männlich
Eine güldne, gute Tugend: Lüge nie!


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Die glorreichen sieben (minus vier) Caballeros Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

  • Storytitel: Die glorreichen sieben (minus vier) Caballeros
  • Originaltitel: The Magnificient Seven (Minus Four) Caballeros
  • Storycode: D 2004-032
  • Layout: 4-reihig
  • Seitenanzahl: 32
  • Autor: Don Rosa
  • Skript: Don Rosa
  • Zeichner: Don Rosa
  • Deutsche Veröffentlichungen: MM 6, 7 und 8 /2005
  • Erstveröffentlichung: 17. Januar 2005
  • Charaktere: Donald Duck, Daisy Duck, Dagobert Duck, Señor Martinez, Panchito Pistoles und das Fähnlein Fieselschweif.
Story und Kommentar:
Don Rosa kann es nicht lassen. Eine erneute Fortsetzung nagte an seinem Herzen. Wie Don-McDuck.de berichtete, erzählte der Don am 28. Januar 2004 in der DCML: "Ich denke, [meine nächste Geschichte] wird eine weitere Die drei Caballeros-Story sein. Diese soll in Joses Brasilien spielen, da die letzte in Panchitos Mexiko stattfand." Daraus schließen wir, dass das vielleicht noch folgende Caballero-Comic in Entenhausen bzw. USA handelt. Ursprünglich sollte die Geschichte "The Three Caballeros and the Mines of Fear" heißen, doch Don entschied sich in der Ausarbeitung doch für "The Magnificent Seven (Minus Four) Caballeros", zu deutsch "Die Glorreichen Sieben (minus vier) Caballeros". Über diese Änderung meinte er am 26. April nur, dass der ursprüngliche ein unübersetzbarer Wortwitz sei und somit für die Zielgruppen ein völlig anderer Titel genommen wird als der beabsichtigte. Ende Juli 2004 hat Don die Geschichte nach fast sechsmonatiger Arbeitszeit schließlich fertiggestellt, sie erschien ein halbes Jahr später in der "größten Jugendzeitschrift der Welt", dem Micky Maus-Magazin. Peter Daibenzeiher hat wieder viele Alliterationen und Wortwitze in seiner Übersetzung versteckt, die das Lesen zum Genuss macht. Schon das Splash Panel mit geschickt versteckter Barks-Widmung beinhaltet einen Daibi-Wortwitz. Donald wird von seinem Onkel auf die Straße gestampft, wo er von seinem Cousin Gustav gedemütigt, von seinen Neffen gestützt, aber von Daisy wieder eines Deliktes gedroschen wird. Letzteres mit einem wundervollem Satz: "Da wasch ich deine Wäsche in weiblicher Großmut und was machst du? Windest dich mutwillig im Staub wie der Wurm, der du bist!" (Jede Ähnlichkeit mit "Kein Tag wie jeder andere" oder "Superduck" ist rein zufällig und nicht beabsichtigt :-)) Doch seine Neffen, die vorbildlich ihre Pfadfinderkappen tragen, helfen ihm wieder auf und versuchen, ihn zum Lächeln zu bewegen, doch aller Umstand umsonst: "Da kannst du gleich von mir verlangen, auf dem Wasser zu gehen. Nein, mein Lächeln habe ich schon lange verloren." (Armer Donald! Mit siebzig in den Midlife-Crisis!) Donalds üble Depressionen färben ab: Die Neffen zerbrechen ihre Köpfe, wer oder was ihn wieder glücklich machen könnte - Die "zwei Freunde, die ihn so mögen, wie er ist", werden ausgesucht. "Aber die sind so weit weg!"
Doch die Drillinge überreden den M.U.F.F.E.L. (den M edaillen- und Fähnlein-Fieselschweif-E hrenzeichen-Lieferant), den "unbesungenen Held unserer Bewegung" (ja, Donald ist gemeint) wegen seines Einsatzes in Don Rosas "Reif fürs Fähnlein Fieselschweif" nach Brasilien einzuladen. "Und er darf solange bleiben, wie er will?" "Viel verlangt, aber zu Recht." "Mit Infos aus dem Schlauen Buch über Brasilien?" [...] "Na gut! Guuut!" Doch nicht nur Donald wird beschenkt. Seine Neffen bekommen "die Ehrenmedaille für Erpressung ersten Grades!"
Also soll Donald mit dem Vorwand, ein Paket an das Fähnlein zu bringen, nach Brasilien geschickt. In Rio de Janeiro angekommen wird Donald mit der Beschreibung "wie ein Strandurlauber nach sieben Tagen Regenwetter" von dem Fähnlein Fieselschweif abgefangen. Diese geben ihm den neuen Auftrag: "Seien Sie um Punkt fünf auf dem Zuckerhut! Weitere Anweisungen folgen." In der Seilbahn trifft Donald seinen alten Freund Panchito Pistoles aus Mexiko mit seinem Pferd Señor Martinez. Letztgenannter muss draußen warten, da es in der Seilbahn sehr eng ist. Kaum erfährt Donald, dass seine "drei Muchachos" waren, die Panchito einluden, platzt auch José Carioca in die muntere Unterhaltung. "Donal's drei Ninos, Kick, Klick und Klack" haben die beiden eingeladen, damit sie Donald helfen, sein Lächeln wieder zu finden. "Was wir brauchen, ist ein Abenteuer!", stellt Panchito begeistert fest, und so fliegen sie ins Roncador-Gebirge, um Goldsucher zu werden. Die drei Caballeros ruckeln also mit Señor Martinez, einem exzentrisch wirkenden Lama und einem stupide stinkenden Ochsen durch die Sümpfe Brasiliens. Er erwähnt dabei Abenteuer mit Dagobert und/oder seinen Neffen, wie Don Rosas "Das Geheimnis von El Dorado", Barks' "Jagd nach der großen Magenta" oder "Das Gold der Inkas" (sowohl von Rosa als auch von Barks). Als sie Tage später an einem Fluss kampieren, passiert etwas Vorgreifendes, ich zitiere mal die Unterhaltung zwischen den Caballeros: "Oh, sieh nur, wie interessant! Donaldo zeigt uns eine Anakonda!" - "Muy bueno! Ist die gefährlich?" - Und ob! Es gibt Exemplare, die an die 30 Meter lang sind!" - "Mir reicht die hier schon. Zum Glück hat Donal' sie im Griff!" - "Was kannst du uns noch über dieses putzige Tierchen sagen, Donaldo?" - "Dass ich froh bin, dass es mich nicht verputzt hat!" Wäre dies ein billiger Groschenroman, käme nun: "Das hätte er nicht sagen sollen! Denn in wenigen Tagen-" aber ich greife vor! :-)

Nach vorbildlichem Gemecker über die Abholzung des Regenwaldes entdeckt Don Donald "eine illegale Falle!" mit einem "Ich seh mal nach... Aha! Ein Capybara! Der größte Nager der Welt!" Sie retten natürlich das Tier, und als sich die Maus verabschieden möchte, formatiert sie kurzzeitig zu einer uns nicht unbekannten Maus. Donald reagiert entsetzt. Ihm schwindelt und, wie er sagt: "M-mir war, als..." Nicht sehr informationsreich, aber man sieht, dass Donald seinen Disney-Kollegen kennt. Seine Erfahrungen mit diesem scheinen unangenehm zu sein, er stürzt lieber in die Falle als diese Formation zu betrachten.
Indios tauchen auf und wollen Donald aus dem Loch holen. "Lasst mich! Seh ich aus wie eine Riesenmaus? Habe ich Segelohren?" Ist das wieder eine Beleidigung gegen unseren geliebten Micky? Jedenfalls bringen die Indios Donald über Stunden hinweg zu dem Häuptling in ihrem Lager.
Dieser hebt sich durch seine Korpulenz, Kleidung und seine Klunkerkette von den anderen Indios ab, die er als seine "beschränkten Brüder" tituliert. Er hat eine recht interessante Vergangenheit. "Oh, mein Paps kannte das Geheimnis der "Minen der Furcht". Unser Volk fand die Schimmernde Straße zur Kristallstadt vor Urzeiten. [...] Ach, oller Legendenkram! Aber irgendwoher hat mein Alter echt Edelsteine bekommen. Damit hat er mich zu den Weißen studieren geschickt. [...] damit ich's im Leben zu etwas bringe! [...] Ein echter Wilder, was? Was ich gelernt hab, war Gier und Hinterlist! [...] Aber mir hat das Wohlleben der Weißen gefallen. So sehr, dass ich zurückkam, um meinen Paps sein Geheimnis zu entlocken. Aber..." - "War nichts?" -"Nein. Alles, was mir blieb, war diese Kette. Das Ding macht mich zum Häuptling über eine Bande barfüßiger Wilder. Aber eines Tags finde ich diese Mine. Und bis dahin verdiene ich ganz gut an den Biestern, die meine beschränkten Brüder fangen. [...] Oh, habe ich das nicht erwähnt? Ich habe noch ein geschäftliches Standbein. Menschenhandel. [...] Ich meine, ich verlange Lösegeld für Gringos."
Das ist ungünstig und nicht in Planung. Also befreien die zwei übrig gebliebenen Caballeros ihren Kompagnon und auch die gefangenen Tiere. Als Donald wieder vom Häuptling bedroht wird, packt Señor Martinez ihn am Kragen und wirft ihn zu den gefangenen Jaguaren, deren Käfigtür "nur seeehr langsam" aufgeht.
Da die Faultiere zu langsam zur Flucht sind, lädt Donald sie ein, sich auf dem Ochsen festzuhalten. Doch die Tiere missverstehen ihn und zerkratzen seinen formschönen Körper. Doch hindert das seinen Ochsen nicht, mit dem fliehenden Viehzeug mitzufließen.

Der hinterlassene und seltsamerweise noch lebende Häuptling bemerkt den Schwund seines Medaillons: "Das Zeichen meiner Häuptlingswürde! Nur dank der Macht des Amuletts kann ich all meine Leute dazu bringen, all das heilige Viehzeug zu fangen. Was nun?" Reaktionsschnell, wie der Akademiker nun einmal ist, setzt er seine Leute auf die "drei Gringos" an: "Ich will, dass ihr die drei zurückbringt! Lebendig oder tot!" Ein Papagei, der dieses hört, der reagiert zuerst verstört und fliegt dann zu den drei verfolgten Vagabunden, um ihnen den Wortlaut zu verkund-, äh, verkünden: "Krächz! Will, dass ihr die drei zurückbringt! Lebend oder tot!" "Das hört sch nicht gut an!", bringt Donald das Problem auf dem Punkt. "Also, für einen Vogel war das nicht übel, finde ich." Bis auf den kleinen, aber markanten Unterschied zwischen "lebendig" und "lebend" war es das auch. Donald entlässt die Faultiere, die erstmals außer Donald auch noch dessen Ochsen kratzen. Dieser dreht durch und rennt, Donald hinter sich her schleifend. "He, Donaldo! Warte auf uns!" Donald kracht gegen einen Baumstamm, in dem ein Affe vegetiert, und prallt wieder zurück, der Stamm ebenso. "Danke, dass du angehalten hast, Donaldo. Wir sind leider nicht so flink wie du." Der Ochse hat indes einen Steinpfad gefunden, auf dem keine Spuren erkennbar wären. "Man merkt, dass Donal' Erfahrung hat!" Am Abend treffen die chaotischen Caballeros einen Sumpf an, der Wasser für das Vieh anbietet und "ein Maul voll saftiges Gras für Señor Martin... Eeh! Was ist das?" Das Pferd hat die ganze Zeit das Amulett des Häuptlings im Maul gehabt, dass er ihm beim Wurf in den Jaguarkäfig abriss. Auf mysteriöse Art und Weise sind die Perlen nicht abgefallen, aber das tut nichts zur Sache. Donald hegt indessen nur einen Gedanken: "Was wäre, wenn wir die Minen der Furcht fänden?" José wird sofort vernünftig: "Wer hat je irgendwelche legendären Schätze gefunden?" "Onkel Dagobert und ich", prahlt die Hauptperson wieder, "Massig." Aber des Interesses halber liest Donald in der Miniausgabe des Schlauen Buches nach: "Ah ja, hier steht was über eine verschollene Stadt in den Roncador-Bergen. Portugiesen entdeckten sie 1743 zusammen mit Indios. [...] Der einzige Überlebende schrieb alles für die Regierung in Rio auf. "Dokument 512" wurde aber erst 1865 halb verrottet gefunden. Der berühmteste Forscher, der nach der Stadt suchte, war der britische Archäologe Oberst Percy Fawcett. Eine schillernde Figur." "Oba! Der Name kommt mir bekannt vor!", stellt José fest. Das war Don Rosas Absicht. Er meint dazu, die Caballeros "geraten zufällig auf die Suche nach einer legendären, verschollenen Stadt voller Schätze eines Colonel Percy Fawcett. Um mehr über den Schatz zu lesen, sucht einfach mal im Internet nach Percy Fawcett - er war das lebende Vorbild sowohl für Professor Challenger (aus Conan Doyles "The Lost World") als auch für Indiana Jones. Wie immer basieren all meine historischen Fakten auf wahren Legenden, echten Ereignissen und wirklich existierenden Personen." Das bezweifelten wir nie.


"Derselbe Mann behauptete 1910, er habe lebende Dinosaurier in den Sümpfen gesehen!" Donald lässt Jurassic Park grüßen. "Dinosaurier in den Sümpfen? So ein Unsinn!", erkannte Panchito. "Eben. Die leben im Regenwald. Ich, äh... war da." Und zwar in Barks' "Die Gurkenkrise" bzw. "Das verbotene Tal".
"Fawcett dachte, die Stadt wäre ein Rest von Atlantis. Das ist falsch. Die Atlantier sind Fischmenschen geworden und leben unter Wasser." Jedenfalls laut "Der verlorene Zehner" von Barks.
Endlich fährt Donald wieder fort: "Jedenfalls brach Fawcett 1925 auf, um die Stadt zu suchen, und ward nie mehr gesehen." "Steht dort etwas über die Stadt?", hakt José ein, doch Panchito winkt ab: "Na, was erwartest du?" "Ja, "Dokument 512" sagt, die Tore der Stadt seien hier in den Roncador-Bergen, jenseits eines Sumpfes, am Ende einer schimmernden Straße. Fast zu poetisch, um wahr zu sein! Die Tore seien aus Juwelen, die im Mondschein funkeln. Was die Indios zur Flucht trieb! So was hab auch ich noch nie gesehen!" Doch - was Wunder, benannte Tore sind am Ende des Sumpfes, an dem sie campieren. Und die schimmernde Straße ist unter ihren Füßen, wenngleich von Gras verdeckt. Sie planen, gleich am nächsten Tag zu den Toren zu fahren. "Falls die Indios uns nicht auf die Spur kommen."
Diese bestaunen gerade Donalds Unfallort mit dem Baumstamm. Die Streifen zeigen die Schimmernde Straße und formen einen Pfeil gen Caballeros. "Vergesst die Gringos!", rief der Häuptling aus, "Vor uns liegt eine glänzende Zukunft! Folgt mir nach zu den Minen der Furcht!" Am nächsten Morgen schon basteteln sich die drei Caballeros ein Floß aus Holz und Gras, um dem Krabbelgetier im Wasser zu entwischen. Das andere Getier, dass sich Reittiere schimpft, ließen sie mit all ihren Ängsten zurück. Als sie dem überwachsenen Ufer nahe genug waren, erkannten sie die Tore wieder, die sie schon am Abend zuvor erblickt haben. "Bei Tag sind sie hinter all dem Gestrüpp nicht zu erkennen." Sicher, schon allein deswegen, dass keiner in der Gegend lebt. Donald, ich glaube dir kein Wort. Das Flüsschen entpuppte sich als Kanal durch die Stadt aus Kristall, die direkt in den Fels gebaut wurde. "Aber das waren keine Indios. Oder Portugiesen, die Brasilien vor 500 Jahren besiedelten.", erkannte José. Laut Donald sogar "fast ägyptisch" - berühmte letzte Worte, bevor ihr Floß die steilen Felsen hinabzustürzen drohte.

"Springt!" schien die einzige Lösung. Nur ohne Floß könnten sie nicht zurück, schwimmen war nicht (man erinnere sich: "Die Sümpfe sind voller Leben... Piranhas, riesige krokodilische Kaimane, gewaltige Würgeschlangen...") und den klaffenden Abgrund konnte man ja auch nicht herabstürzen. Also muss ein neues Floß her: "Vielleicht in der Stadt..." Etwas unwahrscheinlich, dass ein Floß diese etwa 500 Jahre überstehen sollte, aber egal. Unterdessen fand der namenlose Häuptling "die Tiere der Gringos! Suchen sie etwa auch die geheime Stadt meines Vaters?" Er sah sich diesem nahe, nur noch über den "Sumpf des Todes, der über die Minen der Furcht wacht. [...] Baut mir ein Boot aus Binsen! Von hier an gehe ich alleine weiter." Die Caballeros durchsuchten inzwischen eine Steinhütte, die "irgendwie so wichtig" wirkte. Als Donald ein Streichholz anmachte, fingen die Kristalle an den Wänden und auf Podesten an zu leuchten: "Sogar ein zartes Zündholz bringt sie zum Leuchten!" Unglaublich, dass sie noch immer brennen, wenn in den folgenden Szenen keiner ein solches Feuer trägt... Doch weitaus wichtiger ist es, was die Leuchtkristalle präsentieren. "Diamanten, Smaragde, Topas, Amenthyste..." - alles edle Steine, die selbst José der "Senhoritas" wegen kennt. "Vielleicht sind das soagr die Minen Salomos!" "Die sind in Arabien", konterte Donald und erinnert sich an Barks' "Die Schatzkammern König Salomos". "Was für ein Abenteuer! Und da behauptet Donal', sein Leben wäre traurig und leer!" - "Das tut er nur, damit wir nicht noch mehr unter unserem traurigen und leeren Leben leiden. Ein wahrer Freund!" Der sichtlich ermattete Donald ließ sich nieder. "Oh! Eine Schlange" krabbelte eilig über den Boden. "Aber eine harmlose, glaub ich." Seine besten Freunde blickten ihn an. Er saß auf dem Körper einer Riesenanakonda. "Bist du sicher, dass das Biest harmlos ist?" Er las nach: "Anakondas sind nicht gefährlich. Sie jagen nur langsame, stumpfsinnige Beute, die sie am Stück verschlucken." Eben das tat auch die Anakonda hinterrücks. Doch als Donald Pinocchio nachahmte und im Bau der Schlange ein Streichholz entzündete, spuckte diese ihn aus und entschwand ins Wasser. "Verschwinde! Und sei froh, dass Panchito seine Pistoles nicht dabei hat!" "Keine Waffen, was?", stellte der Häuptling neben ihnen fest und zückte seine Flinte. "Lieb, dass ihr's mir so leicht macht!" Er bedauerte es, dass die Schlange die glorreichen Drei "nicht ein wenig verschlungen hat!" Doch seine Laune wird besser, als er die Minen der Furcht fand und einen kleinen Sack mit Mineralien füllte. "Das Säckchen reicht für den Anfang. Später komme ich mit LKW und Motorkanus wieder!" "Was word aus uns? Wir haben unser Floß verloren!", bemängelte José. "Tja, wer sein Boot verliert, den fressen die Schlangen. Alte Indioweisheit. Hab ich grade erfunden, hehe!" "Er hat leider Recht! Die Riesenanakonda wird uns alle holen!" José sowie Panchito rechnete mit dem Schlimmsten: "Ist dies das das Ende der drei Caballeros?" Und Donald dachte an seine nächten Anverwandte, seinem wütenden Onkel Dagobert, seinen protzigen Vetter Gustav, seine armseligen Neffen und seine verärgerte Verlobte Daisy. Keiner hat Vertrauen in ihn, und das zürnte den dritten Caballero. "So nicht!" Er schwang sich mit einer Schlingpflanze tarzanähnlich auf das Binsenkanu des namenlosen Häuptlings. Und auch seine beiden "compadres" ergriffen Übereifer: "Einer für alle, alle für einen! Wie die drei Musketiere!" Die auftauchende Schlange dachte indes wieder nur ans Essen: Diesmal hatte sie es auf die Kalorienbombe Häuptling abgesehen. Sie packte das Kanu und floh gen Wasserfall, doch Panchito band den Schwanz des zu groß geratenen Schuppentiers an einem Pfosten fest.
Das unmenschliche Ungetüm drehte sich um und verschlang den geschwungenen Schirm von José. Geöffnet jedoch war es ein Hindernis für die verärgerte Viper. Wie ein Katapult spannte die Strömung den Körper der Königsschlange, deren Kugel das Kanu war. Doch der Häuptling befreit sich mit bloßer Gewalt und ließ Donald gen Unendlichkeit flitschen. Die Schlange war wieder frei. "Das war's dann, Gringos! Mich und die Klunker seht ihr nie wieder!", waren des Häuptlings letzte Worte, bevor er den Wasserfall herabstürzte - aber natürlich nicht starb. Schließlich ist das ein Disney-Comic! Das Kanu war fort. Doch Panchito entdeckte, dass die bibbernde Boa gen Sumpf schwamm. Also schwangen sich die dreisten Drei auf den Rücken der Ringelnatter und ritten. "Das ist, mit Verlaub, eine ziemlich irre Geschichte.", meinte José dazu. "Seid wachsam, muchachos! Die Indios erwarten uns bestimmt schon." Doch dem war nicht so, die Reittiere von Donald, José und Panchito haben die sechs Indios eingekeilt und warteten nur auf ihre Eigentümer. "Danke, Señor Martinez! Jetzt übernehmen wir!" Die Ureinwohner erklären, dass sie nie di Tiere einfangen wollten, sondern nur taten, weil der belesene Häuptling sie zwang. Panchito bot den Indios das Amulett ihres Anführers an, doch sie wollten es nicht: "Behaltet es! Als Dank für eure mutige Tat!" Na, dann mal "zurück nach Rio, Freunde!"


Glücklich und grinsend gingen die drei "compadres" den Strand entlang, großen Erfolg erntend. Der Ganove war geschnappt und seine Steine schnappte sich der Staat. "Seht! Meine Show wird ein Riesenerfolg! Die Karten sind fast ausverkauft!", jubelte José. Auch Panchito protzte: "Señor Martinez will, dass wir das Amulett verscherbeln und uns eine kleine Ranch zulegen. Aber das Beste ist, dass wir dank Donald unseren Lebensmut neu entdeckt haben!" Donald errötete. "José hat Ruhm gefunden, Señor Martinez und ich unser Glück... aber was hast du gefunden, Donal'?" "Das!", meinte Donald und zeigte auf sein Gesicht, das sich zu einer fröhlich frohlockenden Maske verformte. "Caramba! Er hat sein Lächeln wiedergefunden!" Da singt das Herz eines jeden Fans, und die Caballeros machten es nach.

Details
Die Rosa Story "Die glorreichen sieben (minus vier) Caballeros" ist gespickt mit Details und Hintergrundgags:
Hunde die bellen, beißen nicht - doch wissen das auch die Köter? Augenzwinkern
Ice Age?

Jetzt dürfen auch schon niedere Reptilien die Stimme erheben?
"Hier kommt die Maus"

Oder hier!

Zigarettenwerbung in einem Disney-Comic?!?

Hoppla! Da hat wohl jemand beim Meißeln nicht aufgepasst
Auch diese Arbeit fällt eher aus dem Rahmen


Bewertung:
Story:
Zeichnung:
Hintergrundgags:
Schlusspointe:
Humor:
Ausarbeitung:
Charaktereinführung:
Anspruch:

Endfazit:

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04.03.2005 20:45 David Bühring ist offline E-Mail an David Bühring senden Beiträge von David Bühring suchen Nehmen Sie David Bühring in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie David Bühring in Ihre Kontaktliste ein
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Themenstarter Thema begonnen von David Bühring
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"Die drei Caballeros" - Film oder Comic?


Wer die beiden Don Rosa Comics zu den drei Caballeros gesehen hat und glaubt, er könne sich nun den gleichnamigen Disneyfilm sparen, irrt sich gewaltig. Die Figuren sind zwar gut aus dem Film übernommen (in dem der Stil eher italienisch und aktiv wirkt), stimmen aber kaum in dessen Handlungsschema ein. Im Film geht es anfangs eher um farbenfrohes Wissen zu Mittel- und Südamerika, später wird es (für einen Kinderfilm) weitaus frivoler. Bei jeder Stadt ist eine wunderschöne menschliche Sängerin, in die sich Donald auf Anhieb verliebt, und er sowie seine Freunde versuchen den Mädels zu imponieren.
Die Stile sind völlig verschieden. Im Film geht es um Effekte, um knallige Farben, um einen guten Eindruck der dortigen Frauen (der auch ein Vorurteil werden kann: Ich bin mir sicher, dass kaum eine Frau in Südamerika derart ihre Reize einsetzt). In den Comics geht es vordergründig um das Land und die unberührte Natur. Don Rosas Details unterstützen das nur. Die Handlung ist nicht Donalds Herumgesabbere, sondern aufregende Abenteuer, grausige Abgründe, viel Vermögen.
Das Lied der drei Caballeros ist im Video leider ausländlisch, ob spanisch oder portugiesisch ist mir unbekannt. Nur eine Stelle wird auf Deutsch genannt: Die Frage von José "Was heißt denn Caramba?" und Panchitos geistreiche Antwort: "Ich hab keinen Dunst!" Im Comic ist der ganze deutsche Text vorhanden, als da lautet:

Zitat:
Wir drei Caballeros
sind gern Caballeros,
wir tun stets alles gemeiiinsam!
Egal, wo wir gehen,
egal wo wir stehen
und wie wir uns drehen,
wir sind niemals eiiinsam!
Wir sind keine Engel,
wir sind eher Bengel,
drum tragen wir einen Sombreeero!
Klug sind wir sowieso
und echt wie ein Peso...
Wer sagt so? Wir, die drei Caballeroooos!
Oooh, über uns da dieser Stern
hört die Gitarre gern
und ist dann sehr froh.
Wir singen die Samba,
wir rufen: "Caramba!"
Was heißt denn "Caramba"?
Tja, weiß ich auch nicht.
Oooh, bei Sonne und bei Sturm
stehn wir fest wie ein Turm
vereint ewiglich!
Doch taucht vor dem Schädel
mal auf so ein Mädel,
sehr hübsch und sehr edel,
heißt's, jeder für siiich!


Im Don Rosa-Album 26 wird zusätzlich noch die Vorzeichnung zu der letzten Comicseite gezeigt, wo der Originaltext folgendermaßen lautet:

Zitat:
We're three caballeros
Three gay caballeros
They say we are birds of a feather
We're happy amigos
No matter where he goes
The one, two, and three goes
We're always together

We're three happy chappies
With snappy serapes
You'll find us beneath our sombreros
We're brave and we'll stay so
We're bright as a peso
Who says so? We say so!
The three caballeros

Ahhhh!
We have the stars to guide us
Guitars here beside us
To play as we go
We sing and we samba
We shout 'aye caramba!
What means aya caramba?
Oh yes, I don't know

Through fair or stormy weather
We stand close together
Like books on the shelf
And pals though we may be
When some latin baby
Says yes, no, or maybe
Each man is for himself!

Jalisco no te rajes
Me sale del alma
Gritar con color
Abrir todo el pecho
Pa echar este grito
Que linddo es jalisco
Palabra de honor



aus The Three Caballeros, 1945

Text entnommen aus:
The Online Encyclopedia of Disney Animated Shorts

"Gay" heißt in diesem Zusammenhang nicht das umgangssprachliche "schwul", sondern "froh, glücklich", es ist gleichzusetzen mit "happy"

Apropos: Ich bat einmal meine Schwester, die Noten im Heft zu flöten, doch der Takt ist zu fix für dieses Instrument.
Die Charakterisierung von José und Panchito ist Don Rosa hingegen gut gelungen. José Carioca als Herzensbrecher und sinnlichen Verführer balzte mit Donald (noch ohne Panchito) um die Wette und Panchito Pistoles als wilder Draufgänger, der immer erst schießt und dann fragt, wer da sei. Allerdings hat Senor Martinez, das Pferd von Panchito, noch keinen Auftritt in Disneys Klassikern. Auch scheinen alle gealtert zu sein, ihre Hyperaktivität lässt bedeutend nach und Donald bekommt gar keine Möglichkeit mehr, wegen einem Mädchen herumzusabbern.
Letztendlich hat Don Rosa sich einige Freiheiten genommen, zum Beispiel Panchitos Pferd erfunden, die normale Umwelt in Form von den Drillingen eingefügt und alle erheblich altern lassen. Vermutlich um etwa das Alter der Neffen, die Donalds wildes ungestümtes Sexleben in die Kargheit eines Sexualneurotikers verwandelten, wie wir ihn heute kennen und schätzen.

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04.03.2005 23:01 David Bühring ist offline E-Mail an David Bühring senden Beiträge von David Bühring suchen Nehmen Sie David Bühring in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie David Bühring in Ihre Kontaktliste ein
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Original von David Bühring

[...]
Bewertung:
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Der Bewertung schließe ich mich ohne Einwendungen ein.

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