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Ich kann nämlich Kormoranisch. Hab Tausende von diesen gelehrigen Vögel ausgebildet, als ich damals in Ostasien Perlen fischte.
zitiert aus »Der arme reiche Mann«, übersetzt von Dr. Erika Fuchs
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Branca, Daniel
Autor: Aku Ankka Datum: 07.01.2007 18:38
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Versionen: 3 | letztes Update: 07.01.2007 20:18 von Aku Ankka
Daniel Branca war einer der hochgeachtetsten Zeichner, die je ihren Weg ins Micky-Maus-Magazin des Egmont Ehapa fanden. Mit nur 53 Jahren war er auch der Jüngste, als er plötzlich und unerwartet einem Herztod erlag. Daniel Branca wurde am 7. Dezember 1951, dem 45. Geburtstag von Dr. Erika Fuchs, in Buenos Aires, Argentinien geboren. Wie viele andere spätere Disney-Zeichner fing er schon als kleines Kind an, sich fürs Zeichnen zu begeistern. Er brachte das nötige Talent mit, so dass er bereits mit 16 eine erste Anstellung als Grafiker in einer Werbeagentur bekam, die er neun Jahre lang innebehielt, bevor er Mitte der Siebzigerjahre ins spanische Barcelona zog. Noch in seiner Heimat hatte er Kunst studiert, was ihm nun bei seiner Arbeit mit Oscar Fernandez zu Gute kam; in seinen ersten Jahren auf der iberischen Halbinsel arbeitete Daniel Branca an zahlreichen Comics, bevor er 1977 einen Vetrag mit dem skandinavischen Lizenznehmer für Disney-Comics, Egmont, einging. Zuerst arbeitete er bis 1982 unter der Leitung des Studios Bardon, für das auch schon Vicar und Santiago Scalabroni tätig waren. Anschließend ging er nach Paris, um sich erneut vortzubilden, diesesmal in Malerei und Kunst. Danach machte er sich selbstständig und arbeitete direkt für den dänischen Verlag um Disney-Comics zu produzieren; ausschließlich solche, die im Duck-Universum spielten. Eine besondere Vorliebe entwickelte er für zwei Charaktäre; Dagobert Duck, Aufgrund seiner Gier und Gundel Gaukeley, da er fand, das sie die einzige Figur war, die einen erotischen Touch ausstrahlte. Von Fans gerne gemocht sind auch Geschichten, in denen die Panzerknacker auftauchen. Nach seinem Studium in Paris hatte er sich aber zuerst nicht den Ducks, sondern der Malerei gewidmet; einige Gemälde stellte er in seiner kurzzeitigen Wahlheimat, der Insel Mallorca, sogar aus. Aber bereits 1985 packte ihn das Heimweh und er zog zurück in seine Geburtstadt, Buenes Aires. Dort arbeitete er die nächste zwanzig Jahre für Egmont, bis er überraschend am 28. Januar 2005 im Alter von nur 53 Jahren einem Herzinfarkt erlag.

Zeichenstil
Daniel Brancas Zeichenstil erinnert sehr an den des Carl Barks (1901-2000), welchen er Anfang der Sechzigerjahre pflegte. Sowohl vom Aussehen der Figuren, als auch von der Gestaltung der einzelnen Panel. Wie auch bei Carl Barks sticht die gekonnte Mimik der Gestalten stark hervor. Die Haltung zu Barks zeigt sich auch in seinen Lieblingsfiguren, beide von Carl Barks entwickelt. Platthaus stimme dem in einem Nachruf in der FAZ in folgender Wortwahl zu: "Doch niemand unter ihnen kam dem Schwung von Barks, der gestischen Expressivität seiner Figuren und deren Eleganz so nahe wie der 1951 geborene Argentinier Daniel Branca."

Deutsche Publikationen von Daniel Branca
Am 16. November 2006 erschien der Zehnte Band der Reihe "Hall Of Fame" (ISBN 3-7704-0689-3), gewidmet Daniel Branca. Ansonsten erschienen seine Geschichten vorrangig im Micky-Maus-Magazin und dem DDSH. Die einzige Branca-Geschichten in einem Lustigen Taschenbuch findet sich 17. Spezialausgabe, mit dem Titel "Das Geheimnis von Tai-San".

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