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zitiert aus »Ein unvergessliches Picknick«, übersetzt von Dr. Erika Fuchs
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Fuchs, Erika
Autor: Aku Ankka Datum: 06.03.2007 16:17
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Erika Fuchs wurde am 6. Dezember 1906 als Tochter von August und Auguste Petri in Rostock geboren. Durch die Arbeit ihres Vaters, der Direktor eines Elektrizitätswerks war, zog ihre Familie bereits wenig später nach Belgard in Hinterpommern. Dort erlebte sie eine strenge Erziehung, der sie aber zusammen mit ihren Geschwistern beim spielen entfloh. Die Familie Petri war sehr musikalisch, Auguste Petri war dazu an verschiedenen Schulen Lehrerin gewesen. Da großer Wert auf Bildung gesetzt wurde, geland es August Petri auch, den Gemeinderat in Belgard zu überzeugen, Erika aufs Knabengymnasium gehen zu lassen. So bestand sie 1926 als erste Frau in der Geschichte der Stadt, das Abitur abzulegen. Anschließen widmete sich Erika Fuchs dem Studium, dessen einzelne Semester in einem halben Dutzend Länder abhielt, darunter England, die Schweiz und Italien. 1935 erhielt sie ihren Doktortitel für eine Arbeit zum Bildhauer Johann Michael Feichtmayer, daneben hatte sie auch Archäologie studiert. Schon 1933 hatte Erika Günther Fuchs geheiratet, einen Heizungsfabrikant und Erfinder. Mitte der Dreißigerjahre bekam sie zwei Söhne. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand sie Arbeit bei Reader's Diggest, die die Familie jedoch nicht ernähren konnte. Mit einem kleinen Trick, bei dem sie behauptete, bereits Arbeitserfahrung im gewünschten Bereich zu besitzen, fand sie 1951 ihre entgültige Berufung - sie wurde Chefredakteurin des neu gegründeten Egmont Ehapa Verlags in Stuttgart. Zusammen mit dem jungen Adolf Kabatek und einem weiteren Mitarbeiter zog man binnen kurzer Zeit die erste Ausgabe des Micky Maus Hefts auf, das schnell zum Erfolg wurde und in den Sechzigerjahren weitere Disney-Publikationen zuließ, wie das Lustige Taschenbuch und die Mickyvision. Erika Fuchs hatte große Probleme mit der Sehkraft, so dass sie bis Ende der Siebziger immer weniger übersetzte. Was durchaus nicht verwunderlich ist, schließlich war sie da schon über 70. Tatsächlich blieb sie bis 1988 Chefredakteurin des Ehapa Verlags, bevor sie 80-jährig in den Ruhestand trat. Bereits 1984 war sie nach dem Tod ihres Mannes nach München gezogen. Die bayrische Hauptstadt sollte ihre Heimat bleiben. 1994 traf sie Carl Barks, als dieser durch Europa reiste, 1996 übersetzte sie einige seiner Comics, die zuvor nicht veröffentlich worden waren oder noch keine echte Fuchs-Übersetzung erhalten hatten.

Erika Fuchs verstarb am 22. April 2005 in München. Sie wurde bemerkenswerte 98 Jahre alt.
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